Fachgruppe Nordic Coding: Saubere Grenzen, klare Specs
Die Fachgruppe Nordic Coding lädt am 25. November weder ins Wissenschaftszentrum in Kiel ein
Vom Monolithen zum Modulithen: Spring Modulith in der Praxis
Eine klare Modularisierung ist eine der wirksamsten Strategien, um große Anwendungen langfristig wartbar zu halten. Üblicherweise zerlegt man die Anwendung dazu entlang fachlicher Grenzen in Module, die möglichst stark entkoppelt sind. Spring Modulith bringt diese Idee in eine Spring-Boot-Code-Basis ("Modulith"). Damit entsteht eine Alternative zu verteilten Microservices, ohne deren operative Komplexität. Module sind hier Java-Packages, die mit klaren Sichtbarkeits- und Abhängigkeitsregeln versehen werden und deren Einhaltung sich in Tests automatisiert verifizieren lässt. Zur Laufzeit-Entkopplung bietet Spring Modulith neben klassischen Methodenaufrufen einen ausgefeilten Event-Mechanismus mit Asynchronität, transaktionaler Absicherung und Nachvollziehbarkeit.
In diesem Live-Coding-Vortrag gebe ich euch anhand praxisnaher Beispiele eine Einführung in Spring Modulith. Wir sehen uns an, wie man eine Anwendung in Module zerlegt, deren Architekturregeln verifiziert und sie über Events entkoppelt. Außerdem ordnen wir ein, für welche Szenarien sich der Ansatz besonders eignet.
Vorkenntnisse in Spring Boot sind hilfreich, aber für das Verständnis der gezeigten Konzepte nicht notwendig.
Speaker: Nils Hartmann ist freiberuflicher Softwareentwickler und -architekt. Er entwickelt Anwendungen mit Java und Spring sowie Frontends mit React und bietet Schulungen und Workshops an.
Spec-Driven Development im Agentic Coding
Wer vor der Entwicklung mehr Zeit in Spezifikationen steckt, bekommt vom Agenten bessere Ergebnisse. Der Talk vergleicht Frameworks wie OpenSpec und SpecKit, teilt Erfahrungen aus Open-Source-Projekten und zeigt in einer Hands-on-Demo, wie SDD konkret aussieht.
Unter Spec-Driven Development (SDD) wird im Agentic Coding der Ansatz verstanden, mehr Zeit in Spezifikationen (Specs) vor der Entwicklung zu investieren, damit die Entwicklungsergebnisse mit dem Agenten inhaltlich besser werden. Der Ansatz Spezifikationen zu schreiben ist bei weitem nicht neu, Specs wurden in den letzten Jahren in der Softwareentwicklung aber eher stiefmütterlich behandelt und rücken nun wieder in den Fokus, vor allem an der Schnittstelle zwischen Produktmanagement und Softwareentwicklung. Der Talk vergleicht einige sog. “Frameworks” wie OpenSpec und SpecKit, teilt Erfahrungen aus Open Source Projekten und zeigt, welche Unterschiede es gibt und wann sich der Einsatz lohnt. In einem Demo-Teil soll Hands-On ein Feature exemplarisch umgesetzt und so SDD greifbar gemacht werden.
Speaker: Jannik Streek ist Open Source Softwareentwickler bei B310 Digital sowie Trainer für Agentic Coding. Er setzt Coding Agents seit geraumer Zeit intensiv in seiner täglichen Entwicklungsarbeit ein und gibt seine Best Practices und Erfahrungen in Workshops und Schulungen weiter.
Kommt vorbei, bringt eure Fragen mit und bleibt danach noch zum Austausch!
Agenda
- Ab 15:30 Ankommen
- 16:00 Willkommen (Ingo Hammer, Dennis Nissen)
- 16:15-17:15 Vom Monolithen zum Modulithen: Spring Modulith in der Praxis - Nils Hartmann
- 17:15-17:45 Pause
- 17:45-19:00 Spec-Driven Development im Agentic Coding - Jannik Streek (B310 Digital)
- Ab 19:00 Ausklang, Networking und Food
Veranstaltungsort
Wissenschaftszentrum Kiel GmbH
Fraunhoferstraße 13
24118 Kiel
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar. Parkmöglichkeiten gibt es im nahegelegenen Tesla-Parkhaus:
Parkhaus am Wissenschaftszentrum
**Unsere eigenen sowie Partner-Veranstaltungen sind kostenfrei und offen für alle Interessierten, unabhängig von einer Mitgliedschaft bei DiWiSH.