Wettbewerbsverzerrung durch neue ZPÜ- (GEMA) Tarife

Ab 01.07.2012 sind die neuen Tarife der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ - GEMA) für USB-Sticks und Speicherkarten fester Bestandteil der Kalkulation deutscher Händler. Das DiWiSH-Mitglied TRIVTEC GmbH, Spezialist für digitale Speichermedien, äußert sich kritisch zu den beschlossenen Tarifänderungen und nennt die Gründe. Die neuen Gebühren haben sich beispielsweise bei USB-Sticks im extremsten Fall auf 1,56 € um bis zu 1950 % verteuert. Die Speicherkarte ab 8GB wurde gar auf eine Gebührenhöhe von 1,95 € / Stk. angehoben. Laut der TRIVTEC GmbH aus Kiel ist diese Gebührenanhebung aus zweierlei Sicht ein großes Problem für deutsche Händler. Zum einen wird ein großer Teil der USB-Speichersticks von Unternehmen als beliebtes Werbemittel eingesetzt. Die Verteuerung sorgt schlimmstenfalls sogar für ein Herausfallen der Produkte aus den Preisgruppen der Streuartikel. Mögliche Gründe dafür könnten das Budget, die steuerliche Handhabung bzw. Preisgrenzen zur Vorbeugung von Korruptionsvorwürfen sein. Wettbewerbsvorteile für das benachbarte Ausland Zum anderen ist der tarifliche Alleingang der ZPÜ gegenüber dem europäischen Ausland ein klarer Wettbewerbsnachteil für den deutschen Handel. Bei einer Kostenersparnis von beispielsweise 33% für einen 8 GB USB-Stick wird der Einkäufer sicher den Erwerb im benachbarten Ausland in Betracht ziehen. Jahrelange Auseinandersetzungen sind möglich Die einseitige Tarifanpassung soll laut Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) nun durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) in einem Schiedsverfahren geprüft werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass dies zu einer jahrelangen Auseinandersetzung führen wird. Pressekontakt Hendrik Sturm TRIVTEC GmbH Knooper Weg 57, 24103 Kiel Tel. 0431.9828 756 Fax 0431.9828 757 E Mail sturm@trivtec.de

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