Innovation braucht Struktur: Wie Future of Work den Boden für Innovation und Produktivität bereitet und welche Rolle kleine Unternehmen dabei spielen
Von New Work zu Future of Work: New Work ist mehr als Flexibilität, New Work bietet Orientierung und einen Rahmen
New Work wird oft auf einzelne Maßnahmen reduziert: auf Remote Work, auf flexible Arbeitszeiten, auf neue Büroformate. Doch so greift New Work zu kurz und ist unter anderem der Grund dafür, dass sich der Begriff von New Work hin zu Future of Work weiterentwickelt hat.
New Work bedeutete jedoch schon immer, Arbeit ganzheitlich zu denken – als Zusammenspiel aus Sinn, Verantwortung und Entwicklung. Es bedeutet, Strukturen zu schaffen, in denen Menschen Orientierung haben, Entscheidungen nachvollziehbar sind und Weiterentwicklung bewusst stattfindet. Damit wird insgesamt eine Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften geschaffen.
Wird New Work konsequent weitergedacht, entsteht mehr als eine moderne Arbeitsform. Es entsteht ein Rahmen, in dem Unternehmen lernfähig bleiben, Innovation möglich wird und nachhaltige Produktivität entsteht. Genau hier beginnt das, was heute als Future of Work verstanden wird: Arbeit so zu gestalten, dass sich Organisationen und Mitarbeitende gemeinsam weiterentwickeln können.
Wo Innovation entsteht: Warum kleine Unternehmen von New Work besonders profitieren
Flache Strukturen, direkte Kommunikation und kurze Entscheidungswege schaffen ein Umfeld, in dem neue Ideen schnell entwickelt und ausprobiert werden können. Insbesondere Offenheit und Beweglichkeit sind Gründe dafür, dass kleinere Unternehmen zu wichtigen Innovationstreibern werden.
Doch genau diese Stärken bringen auch Herausforderungen mit sich: Es fehlt oft an klaren Prozessen, strategischer Ausrichtung und strukturiertem Personalmanagement. Verantwortlichkeiten sind geteilt, aber nicht immer eindeutig geregelt. Entwicklung passiert, aber nicht systematisch. Gerade hier braucht es Unterstützung, um das Potenzial von New Work dauerhaft wirksam zu machen.
Als CODEANKER GmbH erleben wir die fehlende Struktur im Personal- und Innovationsmanagement selbst: Hier unser Konzept und unsere Lösung
Aus dieser Herausforderung heraus haben wir schrittweise ein System entwickelt, das unsere eigene Zusammenarbeit besser strukturiert und gleichzeitig als Modell für andere kleine Unternehmen dienen kann. So ist MiA entstanden: unser digitaler Mitarbeitenden-Assistent, der einen strukturierten Entwicklungsprozess in drei aufeinander aufbauenden Schritten abbildet.
1. Jahresgespräche 2.0: Persönliche Entwicklung sichtbar machen und begleiten
Das erste Element sind regelmäßige, digital vorbereitete Jahresgespräche als zentrales Element der Weiterentwicklung. Die Gespräche folgen einem digital abgebildeten Leitfaden: Mitarbeitende reflektieren im Vorfeld ihre Ziele, Wünsche und Entwicklungsperspektiven. Parallel wird auf Unternehmensseite Feedback dokumentiert. So entsteht ein beidseitig vorbereitetes Gespräch auf Augenhöhe.
Während des Gesprächs können Aufgaben, Follow-ups und Termine festgelegt werden. Diese lassen sich systemgestützt dokumentieren, mit Teams oder Führungskräften teilen und in passenden Abständen automatisch wieder in Erinnerung rufen. Das reduziert den Koordinationsaufwand und ermöglicht eine kontinuierliche Begleitung der Entwicklungsziele – ohne zusätzliche HR-Ressourcen.
2. Skillerhebung: Kompetenzen erfassen und Lernpfade ableiten
Bevor persönliche Entwicklung sinnvoll begleitet werden kann, braucht es ein realistisches Bild der vorhandenen Fähigkeiten. Wir erfassen Kompetenzen systematisch über eine strukturierte Selbsteinschätzung. Uns ist bewusst, dass diese Einschätzungen selten neutral sind. Phänomene wie das Imposter-Syndrom führen oft dazu, dass Menschen ihre eigenen Fähigkeiten unterschätzen. Fremdeinschätzungen hingegen bergen andere Verzerrungen. Deshalb setzen wir auf eine Kombination aus Selbst- und Fremdeinschätzung.
Den individuellen Kompetenzstatus verbinden wir mit einer digitalen Wissenslandkarte. Fähigkeiten werden wie in einem Baum strukturiert: Grundfähigkeiten bilden das Fundament, spezialisierte Kompetenzen bauen darauf auf. Diese Struktur hilft dabei, gezielte Lernpfade abzuleiten – also Wege für eine systematische Weiterentwicklung vom aktuellen Stand aus. So lassen sich Trends, Anforderungen und individuelle Entwicklungsziele sinnvoll miteinander verbinden.
3. V2M: Vision und individuelle Entwicklung verbinden
Persönliche Weiterentwicklung entfaltet ihre volle Wirkung dann, wenn sie zur strategischen Richtung des Unternehmens passt. Deshalb verknüpfen wir individuelle Entwicklungsziele mit der Ausrichtung der Organisation.
Dazu setzen wir einen angepassten V2M-Prozess ein. Dieses Modell verbindet Vision, Werte, Methoden, Hindernisse und Messgrößen. Mitarbeitende entwickeln dabei ihre persönliche Version entlang der Unternehmensziele: Sie definieren ihren Beitrag zur Vision, benennen relevante Fähigkeiten und beschreiben konkrete Umsetzungsschritte. Dieser Prozess fördert Klarheit, Orientierung und Eigenverantwortung.
So entsteht ein gemeinsames Bild: Wo steht das Unternehmen, wo stehen die Mitarbeitenden – und wie kommen beide gemeinsam voran? Entwicklung wird dadurch nicht zur Nebensache, sondern zu einem strukturierten Bestandteil der täglichen Arbeit.
Dieser strukturierte Prozess bringt Orientierung in ein komplexes Feld. Er zeigt, wie sich New Work und Automatisierung verbinden lassen – nicht als Widerspruch, sondern als Grundlage für kontinuierliche Weiterentwicklung.
Warum ein digitaler Assistent: MiA als Bindeglied zwischen Mensch und Organisation
MiA bündelt, was in vielen Unternehmen getrennt gedacht wird: Verwaltung, Entwicklung, Motivation und Organisation.
Wir haben ein digitales System entwickelt, das administrative Grundlagen wie Stammdatenpflege, Krankmeldungen, Zeiterfassung, Ressourcenplanung und Benefit-Management mit Entwicklungs- und Organisationsprozessen verbindet. Anstatt in verschiedenen Tools zu arbeiten, entsteht eine Plattform, die alle relevanten Daten und Prozesse an einem Ort zusammenführt – von der Krankmeldung bis zum Karriereplan.
MiA wurde seit 2023 im Rahmen eines EU-Förderprogramms weiterentwickelt und in mehreren Iterationen auf Basis unseres eigenen Bedarfs aufgebaut.
Der nächste Schritt ist der strukturierte Dialog mit Unternehmen, die MiA als Pilotpartner begleiten und so zur Weiterentwicklung beitragen. Dadurch wird MiA zu mehr als nur einer Software: Es entsteht ein digitaler Rahmen, in dem Arbeit sichtbarer, Lernen strukturierter und Ziele greifbarer werden.
Beratung und Umsetzung der CODEANKER GmbH
Was wir hier skizzieren, ist unser Zielbild: Ein Rahmen, in dem sinnvolle Arbeit entsteht, persönliche Entwicklung möglich wird und Innovation nicht dem Zufall überlassen bleibt. Teile davon haben wir bereits umgesetzt, andere sind im Entstehen.
Wir erleben jeden Tag, dass New Work bzw. Future of Work mehr sein kann als ein Buzzword. Es ist komplex – aber mit klaren Strukturen und digitaler Unterstützung wird es machbar.
Wir glauben: Arbeit muss Orientierung geben – und braucht sie auch. Die Herausforderungen sind real. Unternehmen benötigen Strukturen, die Menschen befähigen und gemeinsames Wachstum fördern. Dafür entwickeln wir MiA.
Wir sind auf dem Weg und laden dazu ein, ihn gemeinsam zu gestalten – als Partner, Pilotunternehmen oder im offenen Austausch.
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