Fachgruppe Nordic Coding: AI Agents at Scale & LLMs im Griff
Die Fachgruppe Nordic Coding lädt am 29. April zum nächsten Fachgruppentreffen ins Wissenschaftszentrum in Kiel ein!
Die rasante Weiterentwicklung von KI in der Softwareentwicklung erfordert eine kontinuierliche Neubewertung, da sich Technologien und Best Practices nahezu wöchentlich grundlegend verändern.
Agenda
15:30 Uhr - Ankommen
16:00 Uhr – Willkommen (Ingo Hammer, Dennis Nissen)
16:15 – 17:15 Uhr – Anforderungen an Observability und Security (Thorsten Köster)
Der Einsatz von LLMs oder GenAI stellt neue Anforderungen an Observability. Ein- und Ausgaben von LLMs sind absolut unvorhersehbar, gerade im Einsatz in der Kundenkommunikation (z. B. als Chatbot). Dem Tracing kommt hier eine wesentlich Bedeutung zu, da so komplette Chatverläufe nachvollzogen werden können. In diesem Vortrag beleuchte ich neue Werkzeuge, die uns helfen, den Einsatz von LLMs in Java Microservices zu überwachen. Ich stelle Langfuse als spezialisierte Tracing-Lösung vor und beleuchte, wie eigene Metriken in Langchain4j erhoben werden können. Ich zeige, wie aktuelle Verbrauchsmetriken z. B. von Google Gemini in Prometheus überführt werden können, um gezielt zu alarmieren. Ich zeige, wie wir verhindern, dass sensible Daten im Tracing landen und wie wir Securityangriffe detailliert nachvollziehen können. Denn: Tracing und Security gehen im speziellen Chatbotumfeld Hand in Hand.
Speaker:
Torsten Köster ist freiberuflicher Entwickler und Berater mit einem Fokus auf Open-Source-Suchtechnologien sowie Container- und Cloudplattformen. Seit fünfzehn Jahren ist er in Linux und mit den Suchmaschinen Lucene/Solr unterwegs und betreut in diesem Umfeld diverse Open-Source-Projekte.
17:15 – 17:45 Uhr – Pause
17:45 – 19:00 Uhr – AI-Coding-Agenten im regulierten Umfeld – Von der Tool-Evaluation zum Enterprise-Rollout (Helge Kraas und Artur Sidorenko)
AI-Coding-Agenten versprechen enorme Effizienzgewinne – doch was bedeutet das konkret für ein Unternehmen, das im KRITIS-Umfeld für Banken und Finanzdienstleister arbeitet? Helge Kraas und Artur Sidorenko nehmen die Zuhörenden mit auf die Journey, die PPI AG in den letzten Monaten durchlaufen hat: von der systematischen Evaluation verschiedener AI-Coding-Agenten (Cursor, Claude Code, OpenCode) über die Entscheidung für OpenCode bis hin zum Enterprise-Setup, das aktuell entsteht – mit Docker-Sandbox, unternehmensweiter Konfiguration, MCP-Servern für den Zugriff auf interne Wissenssysteme und eigenen Skills. Dabei geht es nicht nur um Technik: Welche Governance braucht ein AI-Agent, der auf Unternehmensdaten zugreift? Wie löst man Security-Anforderungen, wenn Agenten eigenständig Code schreiben? Und wie nimmt man Entwicklungsteams auf diesem Weg mit? In einer Live-Demo zeigt Artur Sidorenko – selbst Contributor bei OpenCode und maßgeblich an der Härtung des Tools beteiligt – wie das Setup in der Praxis aussieht und was AI-Coding-Agenten heute im Entwicklungsalltag leisten. Ein Erfahrungsbericht mit konkreten Takeaways für alle, die AI-Coding-Agenten unter realen Compliance-Anforderungen produktiv einsetzen wollen.
Speaker:
Helge Kraas ist Chief AI Lead in der Business Unit Payments bei PPI AG in Kiel. Mit über 20 Jahren Erfahrung in Java-Entwicklung und IT-Consulting für die Finanzbranche verantwortet er die unternehmensweite Einführung von AI-gestützten Entwicklungstools. Er leitet ein cross-funktionales AI Core Team und steuert den Rollout von AI-Coding-Agenten über alle Entwicklungsteams der Business Unit hinweg.
Artur Sidorenko ist dualer Student bei PPI AG und Mitglied im AI Core Team. Als aktiver Contributor bei OpenCode ist er maßgeblich an der Härtung und dem Enterprise-Deployment des Tools beteiligt.
Ab 19:00 Uhr – Ausklang, Networking und Food
Veranstaltungsort
Wissenschaftszentrum Kiel GmbH
Fraunhoferstraße 13
24118 Kiel
**Unsere eigenen sowie Partner-Veranstaltungen sind kostenfrei und offen für alle Interessierten, unabhängig von einer Mitgliedschaft bei DiWiSH.