Rückblick Fachgruppe IT & Logistik: PRAXIS – der Mittelstand und die Digitale Transformation

Nach der Einführungsveranstaltung „AUFBRUCH - Digitale Transformation in Industrie und Dienstleistung“, die am 02. November 2015 überaus erfolgreich durchgeführt werden konnte, baten die DiWiSH-Fachgruppe IT & Logistik und das KIN Lebensmittel Institut e.V. zur Folgeveranstaltung am 07. Dezember 2015. Unter der Headline PRAXIS – der Mittelstand und die Digitale Transformation, Teil 2 „Smart Factory“ und „Logistik4.0“  sollte hier insbesondere der  Bereich Mittelstand / KMU Praxisinformationen und Grundlagen zu dem Themenkomplex Industrie 4.0 erhalten.

Nach der Begrüssung und Einführung durch den Leiter der DiWiSH-Fachgruppe It & Logistik, Ernst Kreppenhofer und der Welcome-Note  des Hausherrn, KIN Institutsleiter Axel Graefe, konnten Aktive und Gäste den Referatsleiter des neu geschaffenen Industriereferats im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Volker Kruse, willkommen heissen. Herr Kruse referierte informativ und mit dem richtigen „Schuss“ Praxis zu den Themen „Neuausrichtung der Landesregierung - Bündnis Industrie SH“, „Mängel des Wissenstransfers in die KMU“ sowie zur „Notwendigkeit der Digitalen Transformation / Industrie 4.0“ und der vorgesehenen „Förderung der Kompetenzzentren Industrie 4.0“ durch die Landesregierung. Insbesondere dies ist ein Punkt, der mit großem Interesse seitens  des Auditoriums aufgenommen wurde.

Es folgte die Welcome-Note des Clusters DiWiSH und der Logistik Initiative S-H, kooperative Träger der Fachgruppe IT & Logistik.

Expert-Table heizt Diskussion an

Neben Beiträgen aus dem Kompetenzbereich  der Veranstalter, wurde mit Hilfe ausgesuchter Experten aus Verwaltung, Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen, ein Grundlagenszenario mit zweifachem „Expert-Table“ und verschiedenen Fachreferaten dem hochinteressierten Publikum präsentiert.

Befassten sich die Referate mehr oder minder mit Grundlagenwissen und Informationen zu „Cyber Crime“, „Aus- und Weiterbildung im Rahmen von Industrie 4.0“ sowie „ Automatisierung in Produktion und Logistik“, führten die „Expert-Table“ schnell und direkt zu der gewünschten Einbindung der Gäste im Rahmen von fachlich, doch auch kontrovers geführten Diskussionen.

Es zeigte sich sehr bald, dass es teilweise gravierende Meinungsunterschiede im Hinblick auf den Einsatz und die Zweckmässigkeit von Industrie 4.0 in unserer Wirtschaft, insbesondere im Bereich des Mittelstandes gibt. Einigkeit bestand jedoch darin, dass Anpassungen in den Betrieben hin zu Industrie 4.0 notwendig sein werden. Auch das Konzernbetriebe und größere Unternehmen mit der Einführung und Anpassung ihrer Werke schon begonnen haben und kleinere Betriebe – als Zulieferer – auf jeden Fall nachziehen müssen. Sorge konnte man bei einigen Meinungen hinsichtlich der Arbeitsplatz- und Arbeitsumfeldsituation hören. Ebenfalls als problematisch wurde die Finanzierung bei der Umstellung von Betrieben und Unternehmen auf die Anforderungen Industrie 4.0 bezeichnet.

Fazit

Das Thema Digitale Transformation / Industrie 4.0 ist im Mittelstand noch nicht sachlich und als Zukunftsoption angekommen. Aufklärung ist absolut notwendig und wird auch gerne angenommen. Die Anzahl der Gäste dieser Veranstaltung und der durchweg positive Tenor aller Beteiligten sind Zeichen dafür, dass der Wille zu Anpassung und Änderung vorhanden ist, jedoch Art und Umfang der Massnahmen, die Frage „wo bin ich – wo muss ich hin“ nur in den wenigsten Fällen eine Antwort findet.

Die Vorträge

von beiden Fachgruppenveranstaltungen im KIN (02.11 und 07.12.2015) können Sie auf den Seiten des KIN Lebensmittel Institut e.V. herunterladen. Bitte erfragen Sie das Passwort bei uns. Zeitnah finden Sie dort auch ein Video der Veranstaltung:

www.kin.de/de/431/seminardaten-industrie-4.0.html

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