Uni Lübeck im Wandel: Der Weg zur Stiftungsuniversität ist frei

Der Weg für die Stiftungsuniversität Lübeck ist frei. Der Akademische Senat des DiWiSH-Mitglieds Universität zu Lübeck hat in seiner Sitzung am 12. Dezember 2012 die Umwandlung einstimmig beschlossen. Bei 13 Ja-Stimmen gab es keine Gegenstimmen und Enthaltungen. Universitätspräsident Prof. Dr. Peter Dominiak nannte die Entscheidung einen Meilenstein für die Entwicklung der Universität. Staatssekretär Rolf Fischer gratulierte dem Senat in einer Sitzungspause persönlich zu dem Beschluss und überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung. Gewährleistung der Gleichstellung als Voraussetzung Der Senat knüpfte seine Zustimmung an die Sicherstellung der Gleichstellung der künftigen Stiftungsuniversität mit den anderen Hochschulen im Bereich der Landesfinanzierung, die Sicherstellung der Gleichstellung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Beamtinnen und Beamten der Stiftungsuniversität mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie den Beamtinnen und Beamten des Landes und an die Übertragung solcher Zuständigkeiten vom Land auf die Stiftungsuniversität, die zur Gewährleistung einer effizienten und verantwortungsvollen Verwaltung und Steuerung der Stiftungsuniversität in den Bereichen Bau, Finanzen und Personal mit der eigenverantwortlichen Stellenbewirtschaftung notwendig sind. Beweggründe der Umwandlung Präsident Prof. Dr. Peter Dominiak führte die Beweggründe für die Umwandlung in eine Stiftungsuniversität nochmals auf: Die Universität zu Lübeck hat in den vergangenen 20 Jahren mehrfach um ihre Existenz bangen müssen. Am gravierendsten waren dabei die Fusion der beiden Universitätsklinika Kiel und Lübeck zu einem gemeinsamen Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) im Jahre 2002, die vor allem der Universität Lübeck die Trennung von Klinikum und Universität bescherte, der Versuch, im Jahr 2005 die drei Universitäten des Landes - Flensburg, Kiel und Lübeck - zu einer Landesuniversität zu fusionieren und schließlich 2010 der Beschluss der Landesregierung, das Medizinstudium am Campus Lübeck einzustellen, was das Ende der Universität zu Lübeck bedeutet hätte. Haushaltslage bleibt weiter ernst Die Haushaltslage des Landes Schleswig-Holstein ist unverändert ernst, was eine Unterfinanzierung der Hochschulen in Forschung und Lehre, aber vor allem auch im Bauwesen nach sich zieht. Ziele der Universität in Zukunft müssen daher sein, größtmögliche Selbständigkeit, hohe finanzielle Unabhängigkeit, ein hohes Niveau in Forschung und Lehre sowie die Existenzsicherung zu gewährleisten. Von anderen Bundesländern lernen Diese Ziele sind nach Erfahrungen in Niedersachsen (sechs Hochschulen) und in Hessen (Universität Frankfurt) am ehesten mit der Umwandlung der Universität zu Lübeck in eine Stiftung des öffentlichen Rechts zu erreichen. Pressekontakt Universität zu Lübeck Informations- und Pressestelle Rüdiger Labahn Ratzeburger Allee 160, 23562 Lübeck Tel. 0451.500 30 04 Fax 0451.500 30 16 E Mail presse@uni-luebeck.de

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