Viren und Trojaner: Angreifer immer professioneller

Die Angriffe auf Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit Viren, Trojanern und anderer Schadsoftware wird immer professioneller durchgeführt. Darauf hat Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport, hingewiesen.  Die Angreifer arbeiteten sehr agil und seien bestens vernetzt, erklärte Bizer weiter. Die Erfahrungen des abgelaufenen Jahres zeigten, dass nicht nur die Einschleusungs-E-Mails immer schwerer von echten E-Mails zu unterscheiden sind, sondern dass auch die permanente Veränderung des Schadcodes die Abwehr von Viren, Trojanern immer aufwändiger und schwieriger mache.Oft werden täuschend echt nachgemachte Mails von bekannten Unternehmen mit Anhängen oder Links verwendet, um Nachlademechanismen für Schadsoftware in ein Netzwerk einzuführen. Die Hersteller von Virenschutz-Systemen befinden sich in einem permanenten Wettlauf mit den Angreifern.

Dataport stellt für rund 70.000 Endgeräte in den Verwaltungen Virenschutz zur Verfügung. An den Mailservern des Unternehmens werden jeden Monat zwischen zwei und vier Millionen Spam-E-Mails zurückgewiesen. Mehr als die Hälfte aller eingehenden Mails sind Spam. Von den angenommenen zwei bis drei Millionen Mails werden bis zu 200.000 Sendungen in Quarantäne genommen und besonders intensiv geprüft.

Die Antivirensysteme in den Verwaltungsnetzen erkennen jeden Monat über 1.000 Bedrohungsereignisse durch Schadsoftware. Bei den Schadprogrammen handelt es sich neben Viren und Trojanern zum Beispiel um Adware, Passwort-Crackern, Keyloggern oder um Scherzprogramme. Die Zahl der bekannten im Internet kursierenden Schadecodes liegt bereits bei über 250 Millionen.

„Diese Dimensionen zeigen, wie wichtig ein gutes IT-Sicherheitsmanagement ist“, so Bizer weiter. Dazu gehörten neben professionell betriebener Sicherheitstechnik wie Virenschutz- und Firewallsysteme auch klare Regelungen für den Betrieb von Computern, Smartphones und anderen Endgeräten, die eine Ausbreitung von Schadsoftware in Netzwerken verhindere. Standardisierte Arbeitsplatzrechner seien dabei ein wichtiger Sicherheitsfaktor. „Ein Netz mit 30.000 Computern wie in der Hamburger Verwaltung ist besser zu sichern, wenn möglichst alle Rechner im Bereich der Sicherheitseinstellungen gleich konfiguriert sind. Ähnlich gehen wir auch in Bremen vor“, unterstrich Bizer. Dank des hohen Standardisierungsgrades bei den von Dataport betriebenen Rechnern konnten im vergangenen Jahr alle Virenvorfälle schnell erkannt, eingegrenzt und für die Verwaltung ohne signifikanten Schaden behoben werden.

„Die Zusammenarbeit bei der Abwehr wird immer wichtiger“, sagte Bizer weiter. Mit dem Aufbau von sogenannten „Computer Emergency Response Team“ (CERT) in den Bundesländern und beim Bund werde auch die Vernetzung und der Austausch von Informationen unter anderem zur Abwehr von Einschleusungs-Mails weiter vorangetrieben. Dataport baut derzeit ein gemeinsames CERT für die Länder Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt auf.

Über Dataport
„Dataport ist ein Full Service Provider für Informationstechnik der Verwaltung. Träger sind die Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein sowie der kommunale „IT-Verbund Schleswig-Holstein“. Dataport ist der einzige IT-Dienstleister der deutschen Verwaltung, der gemeinsam von Bundesländern und Kommunen getragen wird. Dataport ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, hat 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte 2013 einen Umsatz von 360 Mio. Euro.“ (Quelle: dataport.de)

Kontakt
Dataport
Altenholzer Straße 10-14
24161 Altenholz
Telefon: 0431.3295-0
E-Mail: info@dataport.de
Web: www.dataport.de

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