Branchenstudie 2026: Wie fit ist die Digitalwirtschaft in Schleswig-Holstein?
Branchenstudie 2026: Die Digitalwirtschaft in Schleswig-Holstein hat Substanz
Wie fit ist die digitale Wirtschaft im echten Norden? Eine neue Studie liefert erstmals seit 2019 wieder ein umfassendes Lagebild und zeigt: Die Branche ist technologisch gereift, strategisch selbstbewusst und bereit für den nächsten Wachstumsschritt.
Was steckt hinter der Studie?
Die Branchenstudie Digitalwirtschaft Schleswig-Holstein 2026 wurde herausgegeben vom Cluster DiWiSH Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein, der IHK Schleswig-Holstein und dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes. Sie basiert auf einer Befragung von 216 Unternehmen sowie sieben qualitativen Experteninterviews mit führenden Köpfen aus Wirtschaft und Wissenschaft, erhoben von Januar bis März 2026.
Das Ergebnis zeichnet ein ehrliches Lagebild: mit Stärken, blinden Flecken und konkreten Handlungsempfehlungen.
Zahlen, die aufhorchen lassen
- Rund 4.140 aktive Unternehmen zählt die Digitalwirtschaft im Kernbereich in Schleswig-Holstein – während die Gesamtzahl aller Betriebe im Land zurückging, wuchs die Branche.
- 85 % der befragten Unternehmen bewerten Künstliche Intelligenz als wichtig oder sehr wichtig – knapp 58 % setzen KI bereits im Regelbetrieb ein.
- 89 % sehen Cybersecurity als eine der zentralen Technologien der nächsten fünf Jahre.
- 62 % bewerten die Breitband- und Glasfaserverfügbarkeit als gut oder sehr gut – Platz 2 bundesweit.
- Schleswig-Holstein verzeichnet 12,2 % Informatik-Studienanfänger*innen – einen der höchsten Werte deutschlandweit.
- 65 % der Unternehmen beschäftigen 1 bis 9 Personen – die Branche ist kleinteilig, spezialisiert und beweglich.
- Nur 23 % bewerten den Zugang zu qualifiziertem Personal als gut oder sehr gut – der größte Schwachpunkt am Standort.
Was Expert*innen sagen
„Die Stärke Schleswig-Holsteins liegt weniger in großen Konzernen, als in vielen hochspezialisierten mittelständischen Unternehmen.“
– Matthias Damerow, Viacom GmbH
„Entscheidend ist es, Hidden Champions, Talente und Innovationspotenziale sichtbarer zu machen. Diese Sichtbarkeit ist eine wichtige Voraussetzung, um Fachkräfte und Investitionen für Schleswig-Holstein zu gewinnen.“
– Dorothee Werner, knk AG
„Die größte Herausforderung ist nicht die Idee, sondern die Geschwindigkeit der Umsetzung. Wenn Verfahren zu lange dauern, wird Innovation vom Markt überholt.“
– Kassian Alexander Goukassian, falkemedia Gruppe
Das Fazit in einem Satz
Die Digitalwirtschaft im echten Norden ist innovationsstark, technologisch angekommen und bereit zum Skalieren – was jetzt fehlt, sind bessere Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und mehr Sichtbarkeit nach außen.
Jetzt reinlesen
Die vollständige Studie mit allen Ergebnissen zu den Themen KI, Fachkräfte, Innovationshemmnisse, Open Source, Cybersecurity und Förderlandschaft steht ab sofort kostenfrei zum Download bereit.
Herausgegeben von DiWiSH (Cluster Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein), IHK Schleswig-Holstein und dem Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein. Juni 2026.