#hiergehtwas: New Work SH - Der Mensch im Mittelpunkt einer neuen Arbeitswelt

Bei uns im digitalen Norden geht einiges, DiWiSH macht es sichtbar. Heute sprechen wir im #hiergehtwas-Interview mit Frank Bösenkötter und Hannah Schmitt von Dicide über die Neuauflage der DiWiSH-Fachgruppe New Work. Die beiden haben die Fachgruppenleitung übernommen und rücken in ihrem Verständnis von New Work den Mensch in den Mittelpunkt einer neuen Arbeitswelt. Im Beitrag erfahren Sie mehr über Ideen für das Arbeiten von morgen, die Vision für die Fachgruppe und Möglichkeiten zum Mitmachen, um fit für eine neue Arbeitswelt zu sein.

DiWiSH: Wie seht ihr die Digitalwirtschaft in Schleswig-Holstein aufgestellt?
FG New Work: Bei den meisten großen Konzernen ist die Digitalisierung bereits seit Jahren im vollen Gange. In Schleswig-Holstein gibt es überwiegend kleine und mittlere Unternehmen, von denen viele den Schritt zu modernen Arbeitsformen noch nicht gegangen sind. Viele Unternehmen wurden durch die aktuelle Krise gezwungen, einen großen Schritt in Richtung digitaler Wandel zu machen. Dies passierte in den meisten Fällen jedoch ad hoc und ohne richtigen Plan. Es geht jetzt darum, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der aktuellen „Ad hoc-Nutzung“ zu sammeln und zu bewerten. Daraus sollte ein Konzept für die Umsetzung moderner Arbeitsformen in Unternehmen abgeleitet werden. Es muss gelingen, die Bedeutung, das Wissen und die Befähigung für modernes Arbeiten in einem ganzheitlichen Vorgehen zu erarbeiten und kommunizierbar in die Umsetzung zu bringen.

DiWiSH: Was hat euch dazu bewogen, die Leitung der Fachgruppe New Work zu übernehmen?
FG New Work: Der Begriff New Work ist in aller Munde. Er steht für die Transformation der Arbeitswelt, die geprägt ist durch die Einflüsse der Globalisierung und der Digitalisierung. New Work beschreibt ein neues Verständnis von Arbeit. Nicht nur die neuen Technologien spielen im Zeitalter der Digitalisierung eine Rolle. Auch die Veränderung der Menschen, Unternehmenskulturen und Räumlichkeiten wirken sich auf die Arbeitswelt 4.0 aus. Der Mensch steht mit seinem Bedürfnis nach Wohlbefinden im Mittelpunkt des Dreiklanges. Als Experten für digitale Konzepte und moderne Arbeitswelten kommen wir täglich in Kontakt mit Firmen, die neue Arbeitsformen etablieren wollen, aber nicht wissen, wie. Genau hier wollen wir mit der Fachgruppe ansetzen und unterstützen. Gemeinsam wollen wir New Work erleben und die Chance der neuen Arbeitswelt kennenlernen. Unter dem Slogan „New Work SH: Der Mensch im Mittelpunkt einer neuen Arbeitswelt“ soll eine Community für Schleswig-Holstein entstehen, in der gemeinsam gearbeitet, voneinander profitiert und sich ausgetauscht werden kann.

DiWiSH: Wie geht für euch „Arbeiten von morgen“?
FG New Work: Modernes und mobiles Arbeiten in Unternehmen zählt zu den Schlüsselfaktoren für mehr Produktivität und Motivation. Unternehmen brauchen zukünftig eine lernende Organisation, die sich mit hoher Beweglichkeit auf die Situation des Marktes schnell anpassen kann. Digitalisierung kann für viele Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft sicherstellen. Unternehmen müssen lernen, ihren Mitarbeitern zu vertrauen. Die Unternehmenskultur und die Art und Weise, wie wir gemeinsam arbeiten wollen, ist ein Schlüsselaspekt für das Gelingen moderner Arbeit. Mitarbeiter sollten alle nötigen Werkzeuge an die Hand bekommen, damit sie selbst bestimmen können, wo, wann und wie sie ihre Arbeit am besten verrichten können. Für den dauerhaften Erfolg bei der Umsetzung moderner Arbeitsformen geht es um den sinnvollen Zusammenhang aus Unternehmens- und Führungskultur, Arbeitsorganisation, IT und Kommunikation sowie passenden Raumkonzepten.

DiWiSH: Wo seht ihr konkrete Herausforderungen im Themenfeld New Work/Digital Workplace?
FG New Work: Vielfach werden bei Veränderungsprozessen neue Arbeitsmethoden, Raum- und Technologielösungen in die Umsetzung gebracht, ohne die Mitarbeiter bei dem Wandel mitzunehmen. Hier liegt jedoch ein wesentlicher Schlüssel für den Erfolg Ihres Unternehmens. Es geht darum, Widerstände abzubauen, Akzeptanz zu finden und die Mitarbeiter schnell in die Nutzung zu bringen.

DiWiSH: Wie kann die Fachgruppe dabei unterstützen, diese Hürden zu bewältigen?
FG New Work: Die Veränderung der Art und Weise, wie wir arbeiten, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor und führt zu mehr Produktivität und Motivation am Arbeitsplatz. Durch die Gemeinschaft in unserer New Work Fachgruppe entsteht ein Pool an Wissenspartnern, die voneinander profitieren und sich gegenseitig unterstützen können. Es entsteht ein starkes Netzwerk mit verschiedenen Kompetenzen.

DiWiSH: Die ersten Termine der neuen Fachgruppe New Work stehen fest bzw. wenn wir das Interview veröffentlichen, ist die erste Kickoff Veranstaltung schon vorbei – wen habt ihr für euer Line-up gewinnen können?
FG New Work: Wir haben bereits viele spannende Veranstaltungen für die nächsten Monate planen können. Mit dem Event „Arbeit, die wir wirklich, wirklich wollen und eine Kultur, die uns stärkt“ sind wir am 23.03.2021 in die Neuauflage der Fachgruppe gestartet. Gemeinsam mit Thomas Schneider, Freund und Gefährte des New Work Begründers Frithjof Bergmann und Founder des Social Thinktank NANK Co:llaboratory - (Neue Arbeit – Neue Kultur Wien) sprachen wir über die bekannte New Work - New Culture Theorie. Neben dem Kieler Unternehmer Thomas Katlun (Inhaber der Leaders Academy Hamburg-Kiel) konnten wir auch Steelcase (Multinationaler Hersteller von Büroeinrichtungen und Raumlösungen) für spannende Events gewinnen. Es sind noch viele tolle Themen geplant, die wir in den nächsten Monaten terminieren.

DiWiSH: Wie können Experten und Themeninteressierte bei der Fachgruppe mitmachen?
FG New Work: Wir freuen uns sehr über Engagierte, die Lust haben, die Fachgruppe mitzugestalten. Nach der Auftaktveranstaltung stellen wir einen Online-Fragebogen zur Verfügung, der uns helfen wird, die Fachgruppe bestmöglich auszurichten und mit Leben zu füllen. Hier gibt es auch die Möglichkeit, eigene Veranstaltungsideen/-formate einzutragen. Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage teil, damit wir Themen für Schleswig-Holstein bearbeiten, die Sie interessieren und Ihnen auf Ihrem Weg zu einem modernen Unternehmen weiterhelfen. Zusätzlich haben wir zum Austausch eine LinkedIn-Gruppe eingerichtet. Hier wollen wir uns regelmäßig austauschen und in Kontakt bleiben. Wer Kontakt zu uns aufnehmen will, kann dies auch gerne per E-Mail tun. Wir werden uns dann schnellstmöglich zurückmelden.

DiWiSH: Was habt ihr nach den ersten Auftaktveranstaltungen geplant? Wie geht es danach weiter?
FG New Work: Nach der Auftaktveranstaltung werden wir die Fragebögen auswerten und analysieren, was den Teilnehmern der Fachgruppe wichtig ist. Darauf werden wir dann unser Konzept abstimmen. Alle Neuigkeiten und Entwicklungen der Fachgruppe werden über unsere LinkedIn-Gruppe sowie über die DiWiSH kommuniziert. Am 14.04.2021 um 18:00 Uhr findet dann die zweite New Work Veranstaltung statt. Unter dem Titel „Führen auf Distanz-so gelingt es richtig gut!“ spricht Thomas Katlun über neue Führungsmethoden und Managementstrategien und gibt Impulse, wie Führen auf Distanz gut funktionieren kann.

DiWiSH: Was ist eure Vision für die Fachgruppe New Work?
FG New Work: New Work bietet vielfältige Chancen, um sich in der neuen Arbeitswelt zu behaupten und vom Wettbewerb abzuheben. Mehr Flexibilität, mehr Kreativität, mehr Individualität. New Work erfährt man nicht in der Theorie, sondern im Austausch und im Ausprobieren. Gemeinsam wollen wir New Work erleben und die Chance der neuen Arbeitswelt kennenlernen.

 

 

Das steckt hinter der modern workplace factory:

 

So sehen die modernen Erlebnisräume in Kiel aus:

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